Kultur- & Architekturgeschichte Südostasiens
(Thailand & Kambodscha)
17. November - 3. Dezember 2017
Programm
Tag 13
Do, 30.11.2017
Charoen Krung: das nicht-koloniale Kolonialviertel
Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts kamen die Europäer zurück. Unter dem Eindruck der Kolonisierung der Nachbarländer stieg der Druck auf König Rama IV, Europäern entweder Handelsprivilegien zuzugestehen oder das Risiko einzugehen, gewaltsam als Kolonie besetzt zu werden. Mit dem Abschluss des Bowring-Abkommens war der Handel mit Europa wieder offen., und schon bald liessen sich zahlreiche Abgesandte aus Europa in Bangkok nieder. Den Europäern wurde das Gebiet südöstlich von Chinatown am Chaophraya-Fluss zugewiesen. Hier, entlang der Charoen Krung Road, entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Bauten im portugiesischen, englischen und französischen Kolonialstil.
Auch das ehemalige europäische Viertel entdecken wir zu Fuss: Unsere nachmittägliche Stadtwanderung beginnen wir am südlichen Ende von Chinatown. In den Seitengässchen der damaligen Hauptstrasse Charoen Krung kommen wir vorbei am ersten Bankgebäude Bangkoks der Siam Commercial Bank, an den Botschaften Portugals und Frankreichs, am ehemaligen Bürogebäude der East Asiatic Company, am alten Zollgebäude, am ersten Einkaufszentrum der Stadt, sowie an der St. Rosary Kirche und der Assumption Kathedrale.